Im Einklang mit dem Pferd und der Natur

15.11.2016 Heute möchte ich meine Erfahrungen mit einem Bosal (Hackamore) weitergeben. Das Bosal stammt ursprünglich aus Arabien, kam über Spanien nach Kalifornien und ist eine gebisslose Zäumung aus Rohhaut. Es erlaubt dem Pferd fast alles, dem Reiter fast gar nichts. Richtig angewendet, kann das Pferd mit fast magischen Hilfen geritten werden.

Mein Pferd Pepper ist ein sehr schwieriges und hochsensibles Pferd, sehr schnell verspannt und schreckhaft. Immer wieder habe ich diese grosse Unruhe in ihm gespürt. Seit einer geraumen Zeit habe ich ihn auf Kandare und Unterlegtrense geritten bis er sich in den letzten Wochen immer schlechter Trensen ließ. Ich dachte bei Pepper immer wieder darüber nach, dass ich noch viele Dinge speziell für ihn verändern muss, wo andere Pferde glücklich damit sind. Habe das auch immer wieder getan.

Und dann war es wieder da, dieses Gefühl, etwas stimmt immer noch nicht. Da kam mir dieser Gedanke, ich möchte ihn mit Bosal reiten. Heute war nun dieser Tag und er hatte sich schon vorab das Bosal sehr gut anziehen lassen. Als ich ihn über den Platz führte, war er sehr entspannt, obwohl nebenan ein Arbeiter eine Holzlatte fallen gelassen hatte und Pepper ja auch ohne irgendwelche Vorfälle immer wieder irgendwelche Gespenster sieht. Aber heute hatte Pepper einen wunderschönen und friedlichen Gesichtsausdruck und war völlig cool. Er war ja sonst auch nicht wie ein sauer gerittenes Pferd, das keine Lust hat :-). Auf dem Weg in die Reithalle sind wir stehen geblieben und ich habe noch mit Wolfgang vom Nachbarstall geredet. Normalerweise ist Pepper ziemlich ungeduldig und steht ungern oder gar nicht hin, vorallem wenn es so kalt wie heute ist. Nein, heute war es anderst wie sonst. Beim Reiten zeigte er sich dann sehr entspannt, losgelassen und zufrieden. Er ließ sich mit dem Bosal mit ganz feinen Impulsen stellen, steuern, durchparieren und war sehr nachgiebig. Wow, das war ein ganz neues tolles Erlebnis heute. Liebe Grüße Elke